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Berlin/Tegeler See: Helfer bekommt Messer in den Rücken – Wiederholungstat am 29. Dezember 2007: Mittäter sticht Jugendlichen nieder und verletzt ihn lebensgefährlich

14.6.2007
von Redaktion

Ein Streit um liegengelassenen Müll eskaliert am Tegeler See. Der 44jährige Familienvater Ralf-Hans S., der mit seinem etwa dreijährigen Sohn und seiner Frau an der Badestelle liegt, fordert vier junge türkische Männer auf, ihren Müll zu beseitigen. Diese reagieren aufgebracht und werden ausfallend. Sie umringen den Mann und greifen ihn mit einem Knüppel an. Der 23jährige Darius E. will dem Mann helfen, doch der 17jährige Erol A. ist schneller und rammt ein Messer in den Rücken des Helfers. Im Krankenhaus stirbt Darius E. an seinen Verletzungen. Die Täter flüchten zunächst und stärken sich in einem Imbiß mit Döner und Cola. Der vorbestrafte Täter erhält später acht Jahre Jugendhaft. Seine Freunde kommen mit Bewährungsstrafen zwischen sechs und 18 Monaten davon. Sie beschweren sich vor Gericht über den Familienvater. Dieser hätte seine Bitte, den Müll wegzubringen, auch freundlicher sagen können. Unter den Mittätern ist auch der 18jährige Knüppelschläger Ugur Al., der noch vor der Urteilsverkündung für den Totschlag am Tegeler See erneut straffällig wird. Am 29. Dezember 2007 sticht er einen 17jährigen mit dem Messer nieder und verletzt ihn dabei lebensgefährlich. Ein Jahr nach der Tat wird vor hundert Gästen ein Gedenkstein für Darius E. am Tegeler See eingeweiht. Zudem haben sich Freunde die Mühe gemacht, eine eigene Internetseite für das Opfer zu gestalten: www.nachrufdarius.de.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, Die Welt