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Berlin: Wiederholungstäter Ferhat rammt Messer in den Kopf seines Opfers

6.3.2008
von Redaktion

Während sich der 20jährige Türke Ferhat G. in Berlin am Morgen auf dem Weg zur Arbeit befindet, kommt ihm das Pärchen Grit A. (34) und Tom H. (31) von einer langen, feuchtfröhlichen Nacht entgegen. Grit A. rempelt Ferhat G. versehentlich beim Springen über das Straßenpflaster an, entschuldigt sich aber sofort. Der 115 Kilo schwere Türke nimmt dies jedoch nicht an. Vor Gericht heißt es später, zu seinem Persönlichkeitsbild gehöre ein grundsätzliches Streben nach Dominanz gepaart mit einem steten Mißtrauen gegen »alles und jeden«. Zunächst beleidigt Ferhat G. Tom H. und Grit A., die aber nicht reagieren. Gemeinsam mit weiteren Passanten warten die beiden an einer roten Ampel. Ferhat G. sucht den Blickkontakt zu Tom H. und gibt später an, er habe sich dadurch provoziert gefühlt. Wieder beleidigt er ihn deshalb. Nun erst reagiert Tom H. – vor Gericht wird festgestellt, daß er möglicherweise gelacht und gefragte habe, was denn der Angeklagte eigentlich von ihm wolle? Daraufhin kommt es zu einer kurzen Schlägerei zwischen den Männern. Ferhat G. habe gemerkt, daß sich sein Gegenüber nicht einfach einschüchtern lasse, möchte nach den Feststellungen der Richter aber unbedingt der Dominierende sein und die Angelegenheit in seinem Sinne beenden. Plötzlich rammt der Türke sein Messer sieben Zentimeter tief in den Kopf von Tom. Künstliches Koma, mehrere Wochen Krankenhaus, zwei Operationen und Reha-Maßnahmen muß dieser danach durchkämpfen. Schwere Konzentrations- und Wortfindungsschwierigkeiten bleiben als Schäden, mit denen er seitdem leben muß. Auch Grit A. bleibt nach den Feststellungen des Gerichts nicht verschont: Als sie dem flüchtenden Angeklagten hinterher gelaufen sei, habe dieser sie gegen den Oberkörper getreten. Die Geschädigte sei schmerzhaft auf den Rücken geprallt. Ferhat G. war vor der Tat bereits mit Körperverletzungsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er erhält eine Strafe von fünfeinhalb Jahren Haft nach Jugendstrafrecht.

Quelle: strafrechts-leitfaden.de