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Waldbröl bei Bonn: Ehefrau erstochen, weil Abschiebung drohte

7.11.2008
von Redaktion

Vor den Augen seines zweijährigen Sohnes sticht Mouchtar S. (24) aus Guinea seine 47jährige Ehefrau Karin in Waldbröl bei Bonn mit 26 Messerstichen nieder, weil sie sich von ihm getrennt hatte, sich scheiden lassen wollte und ihn wegen häuslicher Gewalt anzeigte. Der Afrikaner hatte die Frau und die Kinder mehrmals geschlagen. Mouchtar S. drohte durch die Scheidung eine Abschiebung aus Deutschland, weil er noch Abschiebekosten aus dem Jahr 2003 (insgesamt 15 000 Euro) abbezahlen mußte, die er allein nicht hätte aufbringen können. Aufgrund des Totschlags wird er zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Vor Gericht zeigt er keinerlei Reue und schiebt die Schuld auf die Familie seiner getöteten Ehefrau. Die Tochter aus erster Ehe von Karin sagt vor Gericht, Mouchtar sei von Anfang an herrisch gewesen.

Quelle: Kölnische Rundschau, express und express