Skip to content

Lübeck: Osteuropäer stürmen Veranstaltung von Nationalisten / Linke: „Keine Nazis in Gaststätten“

7.5.2011
von Redaktion

Eine Feier von Nationalisten und Sympathisanten der NPD wird von Osteuropäern gestürmt. Zunächst betreten zwei polizeibekannte Osteuropäer die Gaststätte, in der sich die Nationalisten aufhalten, „obwohl beiden Männern von der Gastwirtin zuvor ein Hausverbot ausgesprochen worden war“, wie die Polizei betont. Die beiden Osteuropäer entfernen sich zunächst von der Kneipe und kehren dann mit fünf herbeigerufenen Osteuropäern zurück. Diese ebenfalls polizeilich bekannten Personen sind bewaffnet mit Holzlatten, einer Fahrradkette und einer Gaspistole. Als diese Gruppe die Gaststätte gewaltsam betritt, blockieren einige der anwesenden Gäste die Eingangstür. Bei der anschließenden Schlägerei im Eingangsbereich werden eine Glasscheibe und diverses Mobiliar zerstört. Sechs Personen werden bei dieser Auseinandersetzung verletzt und vorsorglich in ein Lübecker Krankenhaus gebracht. Ein Verletzter muß stationär weiterversorgt. SPD und Linke fordern nach dem Vorfall ein Kneipenverbot für „Nazis“. „Man darf wohl von Gaststätten-Betreibern erwarten, dass sie selbst darauf achten, keine Nazis als Gäste zuzulassen“, betonte Antje Jansen (Linke). Die Gesinnung müsse wichtiger sein als wirtschaftliche Interessen.

Quelle: Polizeibericht