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Wiesbaden: Opfer soll „Nigger“ gesagt haben

21.5.2011
von Redaktion

Denny G. (19) und sein Kumpel Sebastian H. (18) treffen nach dem Bierholen vor der Mensa der Hochschule in Wiesbaden auf zwei junge Dunkelhäutige, von denen sie mit einem Messer angegriffen werden. Denny stirbt an den Folgen der Messerstecherei. Sebastian muß notoperiert werden und ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Einige Tage später stellt sich einer der Täter (22) der Polizei und wird sofort in Untersuchungshaft gebracht. Er gibt an, Denny und Sebastian hätten ihn mit „Nigger“ provoziert. Der Begleiter des Täters (21) wurde selbst verletzt und erlitt unter anderem einen Nasenbeinbruch, der im Krankenhaus behandelt wurde. Der Streit zwischen den vier jungen Männern habe begonnen, weil Denny und Sebastian die Dunkelhäutigen mit Blicken fixiert hätten. Später seien dann auch rassistische Beleidigungen gefallen, sagte der Haupttäter bei der Polizei. Seine Stiche seien in Wirklichkeit auch Notwehr gewesen. Er habe Denny und Sebastian auf Distanz halten wollen. Die Polizei und der Haftrichter schenken dieser Version jedoch keinen Glauben, weil die Art der Stichverletzungen einen anderen Ablauf nahelegen. Sowohl das Opfer als auch der Täter sind der Polizei aufgrund mehrerer Gewaltdelikte bereits bekannt gewesen. Der Täter war zudem seit 2009 in Wiesbaden nicht mehr gemeldet. Freunde und Bekannte des Opfers haben vor der Hochschule RheinMain eine kleine Gedenkstätte mit Erinnerungsfotos, Kerzen und Rosen für den verstorbenen Denny eingerichtet.

Quelle: Polizeibericht