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Osnabrück: „Kartoffel“ bei Messerstecherei getötet / Opfer: „Nur weil ich Deutscher bin …“

16.2.2012
von Redaktion

Vor dem Landgericht Osnabrück müssen sich derzeit vier Jugendliche für eine tödlich ausgegangene Messerattacke verantworten. Am 18. September 2011 war die Gruppe auf den 22-jährigen Matthias B. aus Ibbenbüren getroffen, der in Begleitung seiner Freundin und drei anderer junger Frauen unterwegs war. Die Frauen kannten die Täter bereits und hatten schon vor der Tat ein ungutes Gefühl. Aufgrund des regen Verkehrs gelang es ihnen jedoch nicht rechtzeitig, die Straßenseite zu wechseln. Dann kam es zum Streit: Matthias B. wurde als „Kartoffel“ beschimpft und sagte kurz vor der Tat, daß er die Aggression nicht verstehen könnte, „nur weil ich Deutscher bin“. Danach soll zunächst Ömer S. (19) zugeschlagen haben. Seine Brüder Hüseyin (18) und Michael Arol A. (17) hätten jedoch sofort mitgemacht. Nur der vierte Jugendliche Marco E. (19) habe unbeteiligt dabei gestanden. Als Matthias B. zu Boden ging, hoben ihn die Täter wieder hoch, um ihn weiter zu malträtieren. Sie demütigten ihn desweiteren, indem sie ihm das T-Shirt auszogen. Danach zog Michael Arol A. ein Messer und stach zu. Das Opfer Matthias B. starb wenig später im Krankenhaus. Als die Tat bekannt wurde, veranstalteten Bürger eine Mahnwache sowie einen Schweigemarsch. Vor Gericht versucht der Verteidiger nun, dem Opfer Ausländerfeindlichkeit vorzuwerfen, was die Gegenseite empört zurückweist. Aus der Berichterstattung geht nicht hervor, wie die Familienkonstellation zwischen Ömer, Hüseyin und Michael genau ist. Es heißt, sie seien Brüder, aber die von der Presse gewählten Namen weisen eher auf unterschiedliche Herkunft hin. Die Nationalität der Täter konnte von DeutscheOpfer.de bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft hat sich dazu bisher auch auf Nachfrage nicht geäußert.

Quellen: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.2. / NOZ vom 1.12.2011