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Berlin-Lichtenrade: Polizist mit Eisenstange schwer verletzt

19.1.2007
von Redaktion

Eine Gruppe von zwölf bis 15 Türken und Arabern will trotz Verbots auf eine Party eines Gymnasiums in Lichtenrade gelangen. Dazu verpassen sie einem Ordner einen Faustschlag ins Gesicht. Der Vater eines Schülers gibt sich als Polizist zu erkennen und will den Schläger Yahya Y. festnehmen. Die Gruppe greift darauf­hin den Polizisten, Michael M., mit Schlägen und Tritten ins Gesicht sowie mit Gürteln und einer Eisenstange an. Als ein weiterer Polizist eintrifft, flüchten die Täter. Sieben von ihnen können jedoch wenig später festgenommen werden. Im September 2007 kommt es zur Verurteilung. Drei Täter erhalten wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung Haftstrafen von rund drei Jahren. Ein 18jähriger kommt mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Ein Sachverständiger sagt vor Gericht, bei den Tätern handele es sich um »normale, integrierte Jugendliche«. Allerdings hätten sie »parallele Werte« entwickelt, so der Tagesspiegel. Das Opfer Michael M. wünschte sich nach Beendigung des Prozesses, daß die Debatte um Jugendgewalt fortgeführt werde. Zu diesem Zeitpunkt ist seine Sehkraft noch immer nicht wieder vollständig hergestellt.

Quelle: Tagespiegel, Tagespiegel