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Frankfurt a. M.: Intensivtäter greifen Lokführer und Polizisten an – Wiederholungstat am 26. Juli 2008: 23jährigen mutmaßlichen »Polizeispitzel« niedergestochen

6.1.2008
von Redaktion

Am Frankfurter U-Bahnhof Heddernheim zerschlagen fünf polizeibekannte Jugendliche polnischer, türkischer, afghanischer und afrikanischer Herkunft (17 bis 21) die Scheibe einer Bahn. Als ihnen Lokführer Knut Z. (43) über den Weg läuft, prügeln sie ihn zu Boden. Anrückende Polizisten werden durch die Täter angegangen und zudem wüst beleidigt: »Ihr werdet sterben!« sowie »Ihr scheiß deutschen Hurensöhne!« müssen die Beamten über sich ergehen lassen, bevor die Festnahmen erfolgen können. Der polnische Hauptverdächtige, David L. (17), muß zunächst in U-Haft, strotzt aber trotzdem nur so vor Selbstvertrauen. Er droht den Beamten, sollten sie einmal ohne Uniform in sein Viertel kommen, würde er sie umbringen. Zudem ist er sich sicher, daß er nur eine Bewährungsstrafe erhalten werde, weil die Richter »in dem beschissenen Deutschland eh nix drauf haben«.
Am 26. Juli 2008 schlägt der Pole David L. erneut mit einem weiteren Täter vom 6. Januar zu. Sie stechen, wiederum in einer Frankfurter U-Bahn, den 23jährigen Abdelhafid E. H. nieder, weil sie denken, er sei ein »Polizeispitzel«. David L. hatte seine Haft für frühere Taten noch nicht angetreten, und das Oberlandesgericht Frankfurt sah bei ihm keine Widerholungsgefahr. Doch der Jugendliche machte da weiter, wo er aufgehört hatte und bedrohte auch weiterhin Polizisten. Das angeordnete Anti-Aggressions-Training versäumte er. Im Mai 2009 werden David L. und sein Freund Simon G. (ein Eritreer) für mehrere Tatkomplexe verurteilt. David erhält drei Jahre Haft, Simon fünf. Dem polnischen Serientäter stellt die Richterin dennoch eine positive Sozialprognose aus und lobt, daß dieser in der U-Haft eine Ausbildung und Therapie begonnen habe.

Quelle: Bild.de